duelmenblog

Dülmen kann mehr

Voll besetzt war der Saal im St. Barbara Haus

CDU-Veranstaltung zur Innenstadtentwicklung

Voll besetzt war der Saal im St. Barbara Haus

Voll besetzt war der Saal im St. Barbara Haus

Bis auf den letzten Platz war das St. Barbara Haus am Mittwochabend gefüllt und die Spannung deutlich spürbar. Viele Bürger fragten sich, wie geht es mit der Stadtentwicklung weiter. Sie sollten an diesem Abend eine Menge Informationen erhalten. Mehrfach betonte Willi Wessels, wie wichtig diese Diskussion nun sei. Doch der Reihe nach.

Zunächst stellte Dr. Martin von der Concepta, das bereits in den Medien publizierte Konzept eines Einkaufszentrums (EKZ) am Lüdinghauser Tor vor. Mehr als 300 Parkplätze würden am Lüdinghauser Tor geschaffen, geplant sei zudem ein Parkdeck auf dem EKZ, damit das OG sinnvoll eingebunden werden könne. Die Zone, so Martin, zwischen Rathaus und Münsterstraße würde gestärkt. Ferner würden moderne Verkaufsflächen für Großmieter geschaffen. Geplant sei ein großer Bereich für Young Fashion, Unterhaltungselektronik und ein Vollsortiment. Ob H&M, Saturn und Co. nach Dülmen kommen würden, auf diese Frage gab er keine Antwort. 

Der Geschäftsführer der Viktor GmbH, Dr. Hugo Schulze Hobbeling, stellte anschließend deren Entwurf vor. Dieser Entwurf – anders als bei der Concepta – die Entwicklung am Marktplatz vorsieht. Sein Plädoyer ging dahin, nicht die schnellste, sondern die beste Lösung für Dülmen zu suchen. Den Vorwurf, die Kaufleute würden ein EKZ verhindern wollen, wies er zurück. Ganz im Gegenteil: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Die Kaufleute seien für ein Einkaufszentrum! Allerdings nicht am Lüdinghauser Tor. Die große Sorge sei, dass hier eine „Stadt vor der Stadt“ entstehen könne. Damit würde die Frequenz der Innenstadt weiter geschwächt.

Einig sind sich Concepta und Viktor darin, dass Dülmen ein Einkaufszentrum brauche, und damit eben Frequenzbringer. Hobbeling zählte die Vorteile eines EKZ am Marktplatz auf:

  • Markt wird Stadtmitte
  • Belebung des Stadtkerns durch Magneten
  • zentrale Parkplätze würden geschaffen
  • Belebung der Münsterstraße
  • Reduzierung der Leerstände durch höhere Frequenz
  • EKZ profitiert von den über 200 Veranstaltungen rund um den Marktplatz
  • Verbesserte Öffnungszeiten

Die Umfrage der Concepta ob die Dülmener ein EKZ am Lündinghauser Tor wünschten, konterte er so: „Würde die Frage lauten: Wollen Sie ein EKZ am Marktplatz? Würden 80 Prozent der Bürger dies bejahen. Die Folgerungen aus der Frage seien daher belanglos. Hierfür erhielt Hobbeling deutlich vernehmbaren Applaus.

An Politik und Stadt Dülmen apellierte er, die Idee, das EKZ am Markplatz zu bauen, genau zu prüfen.

Clemens Leushake

Clemens Leushake

Clemens Leushake (Baudezernent) sagte, „Investionsruinen können wir uns nicht leisten.“ Deshalb sei das Werkstattgespräch wichtig und notwendig, um Transparenz herzustellen. Pesch und Partner seien beauftragt, die Konzepte zu prüfen. Am Ende der Diskussion wird es mehrere Varianten – vermutlich drei – geben, die im Werkstattgespräch diskutiert werden. Unter der Beteiligung vieler (z. B. ZID, Politik, Viktorgemeinschaft, Gaststättenbetreiber, IDU, Architekten…) würde das Werkstattgespräch stattfinden. Gut wäre es, wenn am Ende der Gespräche eine Empfehlung stehen würde, welches Konzept umgesetzt werden soll. Leushake wollte nicht ausschließen, dass es zwei Alternativen geben könne.

Die Politik werde „die Bedenken ernstnehmen“ betonte anschließend Willi Wessels. So werde die Möglichkeit, das EKZ am Marktplatz zu realisieren geprüft. „Insofern sind wir alle in einem Boot“, so Wessels

Vor der Diskussion ergriff Viktor Kleerbaum das Wort und betonte, die Probleme müssten sachlich angegangen werden. Aufgabe der Politik sei es, die Innenstadt zu verändern. „Die bessere Lösung ist die Beste“. Notwendig sei es, eine Entscheidung zu treffen.

Be Sociable, Share!

Autor: holtkamp

Ich publiziere gerne und wohne seit 1999 in Dülmen (NRW). Außerdem fahre ich sehr gerne Rennrad und engagiere mich ehrenamtlich.

Kommentare sind geschlossen.