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Dülmen kann mehr

30. Januar 2019
von Juergen Holtkamp
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Jürgen Becker über die Liebe

Wenn der Kabarettist Jürgen Becker nach Dülmen kommt und dann noch über die Liebe philosophiert, ist die Aula des Gymnasiums natürlich voll besetzt. Und ja, es sollte wieder einer jener Abende sein, die einfach Spass machen. Kultur kann durchaus zum Lachen anregen!

Dass Becker sein Handwerk versteht, zeigt er regelmäßig in den Mitternachtsspitzen im WDR Fernsehen. Vieles ist gar nicht mal so originell, doch in der Art und Weise wie er es vorträgt, dann doch einmalig.

Dass die die Parteien von links bis rechts ihr Fett wegbekommen versteht sich bei Becker von selbst. Dass er auch schon mal unter die Gürtellinie schlägt, gibt er selber zu, schließlich geht es bei seinem neuen Programm um die Liebe.

Besonders hat es ihm aktuell die CSU angetan!


Das Jürgen Becker nach Dülmen kommt und am Ende der Veranstaltung den Dülmenern ein „Wiedersehen“ eröffnet, kommt nicht von ungefähr. Denn in Sachen Kultur braucht sich Dülmen nicht verstecken. Danken sollten wir allen, die sich Jahr für Jahr kulturell engagieren. Und wer Jürgen Becker nicht gesehen hat oder ihn auch gar nicht so gerne hört, den verweise ich auf das breite Kulturangebot der Stadt Dülmen.


2. Januar 2019
von Juergen Holtkamp
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Danke! Clemens Leushake

Clemens Leushake
Clemens Leushake 2010 im Barbarahaus zur Vorstellung der Neugestaltung Overbergplatz

Das Baudezernat steht ja immer mal wieder in Kritik. Bauanträge würden nicht schnell genug bearbeitet und überhaupt: Die Bauverwaltung sei zu träge und würde die „Bauherren“ und „Bauherrinnen“ in Dülmen gängeln. Im Einzelfall wird das sicher nicht ganz falsch sein, aber so pauschal?

Das Baudezernat hat eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen, das wird gerne verdrängt. Es ist eben leichter auf „die Behörde“ zu schimpfen und am besten noch, auf die Leitung an deren Spitze. „Der Stadtbaurat hätte dies und jenes und überhaupt…“

Die 1-Euro-Münze hat bekanntlich zwei Seiten. Und viele von uns neigen dazu, nur die eine Seite zu betrachten und vergessen dabei, dass es die andere auch gibt.

Seit 1994 stand Clemens Leushake als Technischer Beigeordneter an der Spitze des Baudezernates. War verantwortlich für den Umwelt- und Klimaschutz, die Stadtentwicklung, die Bauaufsicht und den Denkmalschutz. Vergessen wir nicht den Hochbau und das Gebäudemanagement. Da ist dann noch der Tiefbau, die Entsorgung und natürlich der Verkehr. Im Juli 2017 wurde er zudem zum Ersten Beigeordneten der Stadt Dülmen berufen. Das sind nicht nur jede Menge Aufgaben, sondern auch viele Stunden konzentrierte Arbeit. Und immer steht der Baudezernent in der Öffentlichkeit. Er darf sich keinen Fehler leisten und wenn doch, steht am nächsten Tag in der Zeitung oder im Internet.

Wer 1994 durch Dülmen ging und es mit 2018 vergleicht, traut seinen Augen nicht. Dülmen hat sich gewaltig verändert. Clemens Leushake war der Manager, der Statege und Visionär. Maßgeblich hat er die städebaulichen Entwicklungen, ob Intergeneratives Zentrum oder Overbergplatz, vorangetrieben und damit Dülmen zu einer lebenswerten Stadt im Münsterland mit geprägt.

Bei der letzten Bürgermeisterwahl trat er gegen Lisa Stremlau an, obwohl ihm sehr klar sein durfte, dass er diese Wahl nicht gewinnen wird. Er hat es für die CDU und für die Stadt Dülmen getan und dabei viel Häme und Prügel eingesteckt. Die Politik ist ein knallhartes Geschäft und es gibt nicht wenige, die nachtragend sind. Einen Einblick in sein Gefühltsleben gibt das Interview in der Dülmener Zeitung.

Clemens Leushake hat sich über viele Jahre für Dülmen eingesetzt. Ein einfaches Danke kann seine Leistung sicher nicht wiedergeben.

Es ist ein Anfang und sein Nachfolger kann sich glücklich schätzen, ein so gut bestelltes Dezernat übernehmen zu können.

Herzlichen Dank Clemens Leushake und alles Gute!



3. Oktober 2018
von Juergen Holtkamp
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Herzlichen Glückwunsch Stadtbücherei Dülmen

60 Jahre sind eine lange Zeit, in denen sich viel in unserer Gesellschaft verändert hat, so auch das Leseverhalten und Medienverhalten der Menschen in Dülmen.

Wie wichtig Lesen ist, zeigen die vielen Untersuchungen der letzten Jahre. Wer liest, bildet sich weiter. Ohne Lesen kein beruflicher Erfolg.

Nicht ganz fünf Millionen Deutsche können nur einzelne, kurze Sätze lesen und schreiben. Zwei Millionen Deutsche können gerade mal einzelne Wörter lesen und ca. 300 000 Menschen können gar nicht lesen.

Für ein so wohlhabendes Land wie Deutschland ist das ein Skandal, wenn so viele Menschen nicht richtig lesen und schreiben können. Denn sie sind von vielen Vorzügen unserer Gesellschaft ausgeschlossen, gesellschaftliche Teilhabe wird ihnen verwehrt.

Die Zahl wäre vermutlich noch deutlich höher, gäbe es nicht die Stadtbüchereien. Mit schmalem Budget müssen sie auskommen und leisten einen unschätzbaren Wert.

Die Stadtbücherei inspieriert, bietet Leseecken, Ecken zum Stöbern und alle, die in einer Stadtbücherei mal waren, kennen es. Wie ein Sog reisst es einen mit, man stößt  auf viele interessante Themen. Ob Thriller, Roman, Kochbuch, Bauanleitung und Wissenschaft, zu allen denkbaren Themen gibt es reichlich Material in der Stadtbücherei.

Dass die Stadtbücherei mit der Zeit geht, zeigen die Möglichkeiten der Onlineausgabe und die vielen anderen Medien von den Hörbüchern bis hin zur DVD.

Gäbe es die Bücherei nicht, sie müsste schleunigst erfunden werden. Wer in Kitas und Schulen investiert darf die Stadtbücherei nicht vergessen. Sie wird gerade in Zeiten des digitalen Wandels immer wichtiger, wenn Kinder schon früh an Bücher herangeführt werden.

Denn bei aller Euphorie für das Internet! Die Stadtbücherei unterstützt und hilft im Mediendschungel.

Damit die Stadtbücherei auch zukünftig diesen Auftrag wahrnehmen kann, braucht es neben den Medien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unterstützen, Tipps geben und so helfen, was Kinder, Jugendliche und Erwachsene lesen sollten!

Herzlichen Glückwünsch liebe Stadtbücherei Dülmen. Auf weitere 60 Jahre!!!

Link zur Stadtbücherei Dülmen.

 

10. April 2018
von Juergen Holtkamp
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Neuordnung des Bahnhof – der Klimaschutz macht es möglich?

Die ersten Vorüberlegungen zur Bahnhofsneugestaltung

Die Sonne strahlte über dem CBG in Dülmen und in der Tat gab es in der Aula an diesem 10. April viele lachende Gesichter. Bürgermeisterin Stremlau und Clemens Leushake konnten Zuversicht ausstrahlen.

„Was hat der Klimaschutz mit dem Bahnhof zu tun“? Ganz viel, erklärten beide. In Sachen Klimaschutz muss sich die Stadt nicht verstecken, hatte sie doch bereits einen Preis dazu erhalten. Ein gut gestalteter Bahnhof, der die verschiedenen Verkehrsmittel verbindet, trägt eben sehr zum Klimaschutz bei.

Kommt es so, wie die Stadt plant, würde der kostenintensive Neubau mit genügend Parkplätzen und vermutlich einer weiteren Brücke für die Radfahrer durch das Land mitfinanziert.

Die Pläne waren durchaus beeindruckend. Allerdings, so betonte das mit der Planung beauftragte Architekturbüro, stehe man noch ganz am Anfang.

So diente die Veranstlatungen auch dem Austausch untereinander. Die Bürgerinnen und Bürger wurden eingeladen, ihre eigenen Ideen einzubringen. Denn die Pendler, die jeden Tag mit der Bahn fahren, wissen am besten, was es zu verbessern gilt.

Soviel ist bereits klar, die Anzahl der Parkplätze muss erhöht werden und zwar auf beiden Seiten des Bahnhofs. Ebenso würde die jeztige Buszufahrt auf den unteren Vorplatz verlegt, was auch sinnnvoll ist, damit die Busse nicht mehr durch das anliegende Wohngebiet fahren müssen.

Ein spannender Abend, dem sicher weitere folgen und Dülmenblog eröffnet nun die Diskussion hier:

Worauf sollten die Planer bei der Neuausrichtung des Bahnhofs achten!

29. Januar 2018
von Juergen Holtkamp
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Fake News oder wie die Gesellschaft manipuliert wird

Soziales Seminar 2018 zum Thema Fake News

Der zweite Abend des diesjährigen sozialen Seminars war wieder sehr gut besucht. Knapp 90 Teilnehmer kamen ins evangelische Gemeindezentrum am Königswall. Unter dem Motto „Die halbe Wahrheit ist meistens die ganze Lüge“ stehen die drei Abende des diesjährigen sozialen Seminar.

Beim zweiten Abend in der Themenreihe ging es um „Manipulierte Gesellschaft? Der Einfluss von Fake-News auf öffentliche politische Diskurse“

Svenja Boberg, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft in Münster machte es sehr anschaulich.

Zunächst klärte sie auf, was Fake News eigentlich sind. 2016 kommt der Begriff von Donald Trump in die Medien. Angela Merkel wird ebenso Opfer von Fake News wie der Fußballer Lukas Podolski.

Falschmeldungen hat es immer gegeben, schon vor dem Internetzeitalter. Ob Neue Revue oder Postillion (Satire ), Zeitungsenten zum 1. April, Unwahrheiten und Verdrehung von Tatsachen sind keine Erfindung des digitalen Zeitalters.

Neu ist wohl eher, dass der Begriff zur Propaganda und als Kampfbegriff („Ich habe recht, alle anderen haben unrecht“!) verwendet wird.

Die Referentin spricht daher lieber von „Online Desinformation“ als von Fake News.

Besonders perfide sind sogenannte Social Bots, soziale Roboter, die so tun als seien Sie Menschen. Diese kann man für wenig Geld im Internet kaufen. Sie verbreiten schnelle viele Botschaften im Netz. Bots können Inhalte weiterleiten und Accounts verwalten. Sie können chatten und sie eignen sich hervorragend für Fake News. Desinformation ist denn auch eines der größten Probleme im Netz.

In Deutschland ist das Spektrum der Desinformation (noch) nicht so ausgeprägt. Das hängt vor allem mit den vielen guten Qualitätszeitungen zusammen.

Verbreitet werden die Desinformationen in Blogs, Foren, sozialen Medien wie Facebook und WhattsApp.

Um sich dagegen zu wehren, müssen die User Methoden zum kritischen Umgang mit den Informationen an die Hand gegeben werden. Und, so die Referentin, Desinformationen hat einen Effekt, sorgt eher für Verstärkungen! So kann Desorganisation zu Wut führen.

Die technischen Lösungen sind noch nicht sehr effektiv, arbeiten aber immerhin immer noch besser als der Mensch selber.

Was kann jeder von uns tun? Boberg gibt zum Schluss einige Tipps.

Journalistische Qualität überzeugt durch die Trennung von Meinung und Nachricht und bezieht verschiedene Argumente mit ein, hinterlegt diese mit Quellen. Seriöse Meldungen stellen verschiedene Perspektive auf das Thema dar. Der Tipp lautet daher auch, eine gesunde Skepsis bei der Mediennutzung an den Tag legen. Wer hat es geschrieben? Wie wurde es geschrieben? Warum wurde es geschrieben?

Hilfreich sind Hoaxmap.org  oder Tagesschau faktenfinder.

„Kein Grund in Panik zu verfallen“, so das Schlusswort der Referentin.

Ein Abend, der viele Teilnehmer durchaus nachdenklich zurücklässt und motiviert, genauer bei Meldungen und Nachrichten im Internet hinzuschauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von meinem iPhone gesendet

17. Januar 2018
von Juergen Holtkamp
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Ehrenamtspreis 2017 der Stadt Dülmen

Viele waren zum Neujahrsempfang der Stadt gekommen

Eine strahlende Bürgermeisterin konnte in der sehr gut besuchten Aula des Gymnasiums viele Dülmener begrüßen. Gekommen waren Sie, um zu hören und zu sehen, wer den Ehrenamtspreis 2017 erhalten würden. In drei Kategorien wurde er vergeben, als Einzelperson, Gruppe und „Nachwuchs“.

Auf der Seite der Stadt Dülmen werden die Preisträger vorgestellt. Ohne zu pathetisch wirken zu wollen, war es eine sehr gelungene Veranstaltung zu Beginn des Jahres. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung der Gäste, auch die Rede von Bürgermeisterin Stremlau war dazu angetan.

Eine Stadt wie Dülmen kann eben auf viele Ehrenamtliche bauen, ob in der Hospizbewegung, der Feuerwehr, im Sportverein oder oder…

Das ist ein echter Schatz für Dülmen!

 

17. September 2017
von Juergen Holtkamp
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Sekundarschule abgewählt: und nun?

Bürgerentscheid in Dülmen

Auch ohne Alkohol kann man einen Kater bekommen, so geschehen vor einigen Tagen, als mit großer Mehrheit die Bürgerinnen und Bürger gegen die Sekundarschule stimmten. Den Kater hatten alle, die sich für die Sekundarschule in Dülmen aussprachen und der wird noch einige Zeit anhalten. Denn der Bürgerentscheid war sehr eindeutig (Zahlen). Damit bleibt es (vorläufig) beim dreigliedrigen Schulssystem in Dülmen.

Doch jene, die sich so freuten, sollten vorsichtig sein, denn die Probleme in der Bildungslandschaft Dülmen sind keineswegs gelöst. Ganz im Gegenteil: Kommt nun womöglich eine Gesamtschule? Wenn die Anmeldezahlen der Hauptschule weiter sinken, kann diese so nicht bestehen bleiben. Es ist aber offensichtlich, dass viele Dülmener ihr Kind lieber auf die Realschule oder das Gymnasium schicken. Da kann und wird die Hauptschule schnell zu einer „Restschule“.

Der „Wahlkampf“ um die Sekundarschule in Dülmen wurde mit mehr Emotionalität als der Bundestagswahlkampf geführt. Nun wird es Zeit, wieder sachlich zu werden. Die Sekundarschule ist längst nicht so schlecht, wie jene sie in den letzten Wochen darstellten, die sie verhinderten.

So wichtig der elterliche Wille ist, so wichtig ist es, allen Kindern beste Bildungschacen in Dülmen zu ermöglichen.

Alle Kinder sollten gleich gute Rahmenbedingungen erhalten. Und mit alle Kinder sind auch alle Kinder gemeint. Das bedeutet, wir müssen mehr für Inklusion tun.

Der Begriff meint, dass niemand ausgegrenzt wird, weil er einen anderen Glauben, eine Benachteilugung oder eine andere Muttersprache hat. So steht es sinngemäß in der UN-Kinderrechtskonvention.

Barrieren wären abzubauen, damit das gelingt. Leider hinkt Deutschland hier noch ziemlich weit hinterher. Inklusion geht weiter als Integration. Es geht darum, jeden in seiner Unterschiedlichkeit gleichberechtigt teilhaben zu lassen, eben auch in unserem Bildungssystem.

Kinder sind unterschiedlich und das bereichert unsere Gesellschaft ja auch so. Vor diesem Hintergrund bekommt das gemeinsame Lernen eine ganz neue Dimension. Das Gegenteil davon wäre übrigens Ausgrenzung.

Damit Inklusion überhaupt möglich wird, muss sich in Dülmen noch einiges verändern. Im Index für Inklusion gibt es für Kindertageseinrichtungen und für Schulen eine Anregung, wie so ein Prozess gestaltet werden kann.

Hoffentlich haben viele diesen Index gelesen.

12. Juli 2017
von Juergen Holtkamp
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Reden wir über den Bahnhof

Wer vor einigen Tagen den Münsteraner Hauptbahnhof besuchte, konnte seinen Augen kaum trauen. So schön kann ein Bahnhof also sein, mit Geschäften, einer kleinen Flaniermeile und vielem mehr. Drei Jahre wurde am Hauptbahnhof gearbeitet, Millionen verbaut und das sieht man auch. Nun gibt es immer Kritiker, auch beim Münsteraner Hauptbahnhof. Doch denen sei gesagt, kommt doch mal nach Dülmen.

Sicher, Dülmen ist nicht Münster, aber immerhin ist Dülmen eine Pendlerstadt und wer nicht mit dem Auto Richtung Münster oder Ruhrgebiet fahren will, der nutzt die Bahn. Und Hand aufs Herz: Ob wir nun im Stau stehen oder der Zug sich verspätet, letztlich kommt es aufs gleiche raus. Wir kommen nicht pünktlich zur Arbeit.

So stehen denn auch täglich Hunderte Dülmener auf dem Bahnsteig. Doch bevor sie den erreichen, müssen Sie den Tunnel durchqueren. Das ist an sich schon nicht besonders lustig, doch richtig unangenehm wird es nach dem Wochenende, gerade für diejenigen, die Montags früh mit der Bahn fahren.

Der Bahnhof ist beileibe nicht das private Wohnzimmer, ein Aushängeschild für die Stadt Dülmen aber allemal. Für Besucher der Stadt vermittelt er einen ersten Eindruck und der ist vorsichtig formuliert „optimierungsbedürftig“.

Das fängt schon damit an, dass die Anzeigentafel auf dem Bahnsteig oft verschmiert ist, die Treppe vermüllt, die Außenfassade bröckelt…

Es gibt Menschen, die sehen den Bahnhof als ultimativen Mülleimer an, dagegen kann die Bahn kaum etwas tun, es sei denn Kameras überwachen den Bahnhof. Das kann helfen, Hinweisschilder helfern jedenfalls nicht.

Grundsätzlicher müssen wir uns aber auch fragen, ob der Dülmener Bahnhof nicht grundsaniert werden müssten und in das Programm 1 von 150 gehört, mit dem an vielen Bahnhöfen in NRW geworben wird.

Bis dahin können wir alle einen Beitrag zur Sauberkeit leisten: Den eigenen Müll wieder mitnehmen! Und der Bahn könnte man empfehlen, einfach genauer hinzuschauen und diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die sich nicht an Regeln halten.

 

12. März 2017
von Juergen Holtkamp
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Badespass für alle oder eher Bau für Elite

Die Wellen schlagen sprichwörtlich hoch in Dülmens erster Adresse fürs Baden und Schwimmen. Das düb soll für mehrere Millionen Euro komplett umgebaut und saniert werden. An sich ist das noch keine Meldung wert, denn alle Schwimmbäder müssen über kurz oder lang renoviert werden. Und wer das düb in den vergangenen Wochen besuchte, kommt zu dem Schluss, hier muss mal gründlich sauber gemacht und renoviert werden.

Der Zorn entzündet sich vor allem daran, dass die Kosten nun deutlich höher ausfallen. Auch sind die Pläne nun erst öffentlich gemacht worden. Und wie immer bei solchen Plänen gibt es kritische Rückmeldungen. Die einen sagen, der Umbau zum Spass- und Wellnessbad geht zu Lasten der Schwimmvereine. Wieder andere bemängeln, warum aus Steuergeldern überhaupt ein Wellnessbad gebaut werden soll. Ein Schwimmbecken würde doch genügen, um den Kindern schwimmen beizubringen. Nicht zu vergessen sind jene, die kritisieren, dass mal wieder alles im stillen Kämmerlein ausgekungelt wurde und die Bevölkerung nicht angemessen beteiligt wurde. In letzteres Horn bläst die Dülmener Zeitung.

Nun ist das mit der direkten Demokratie so eine Sache oder anders gesagt, es gibt gewählte Vertreter in der Stadtverortnetenversammlung. Diese sind durch die Bevölkerung legitimiert und sollen zum Wohle der Menschen in Dülmen Entscheidungen vorbereiten und treffen, so auch beim düb.

Und natürlich müssen die Mandatsträger Rechenschaft ablegen, doch zunächst sollten wir ihnen allen einen Vertrauensvorschuss gewähren.

Besonders bei „Großprojekten“ gibt es sehr unterschiedliche und teilweise entgegenliegende Interessenslagen, dass war beim Innenstadtentwicklung so und ist beim düb ebenso. Die gewählten Vertreter stehen also vor der großen Herausforderung, zwischen diesen verschiedenen Interessen sich zu positionieren, wobei sie sich nicht von parteipolitischen Interessen ganz frei machen könnnen. Das düb wie die Innenstadtentwicklung müssen weiter entwickelt werden. Streiten können wir uns um das wie!

 

22. Dezember 2016
von Juergen Holtkamp
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In Dülmen wird der Schutz erhöht

Die Bilder aus Berlin sind uns allen noch sehr präsent, der Täter nicht gefasst. Viele – auch in Dülme – sind besorgt, ob eine solch unfassbare Tat hier möglich wäre. Grundsätzlich auszuschließen lässt sich das nicht, also geht es darum wachsam zu sein. So wichtig und notwendig Schutzmaßnahmen sind, wir sollten nicht hysterisch werden. Die Behördern wussten schon seit längerem, dass Deutschland das Ziel terroristischer Anschläge sein wird. Im Internet gibt es seitens des IS genügend Beispiele, die das belegen. Der Krieg in Syrien ist buchstäblich nach Deutschland gekommen und bedroht unsere Sicherheit auch in Dülmen. Die Frage ist nun, wie wir in Dülmen damit umgehen?

Verstärkte Polizeipräsenz mit Maschinenpistolen und mobile Betonklötze zum Schutz des Weihnachtsmarktes sind klare Maßnahmen. Wir sollten uns davon aber nicht beeinflussen lassen und das bevorstehende Weihnachtsfest mit der Familie und / Freunden zu feiern. Den Alltag wieder leben, wird die schwierigste Aufgabe nicht nur für die Berliner, sondern für uns alle sein. Dabei sollten wir nicht vorschnell urteilen, gerade mit Blick auf die vielen Tausend Flüchtlinge, die 2015 nach Deutschland gekommen.

In Dülmen werden nun genauer hinsehen müssen, nicht nur auf dem Marktplatz, sondern in der ganzen Stadt, ohne gleich hysterisch zu werden. Das wir nicht einfach sein.