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Dülmen kann mehr

5. September 2016
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Chinese macht (unbewusst) Werbung für Dülmen

Wer hätte gedacht, dass Dülmen kurzzeitig in allen Medien präsent ist. Ob Tagesschau, Spiegel, Zeit oder Welt, alle überregionalen Nachrichten berichteten über Dülmen. Was war geschenen?

Da kommt ein Chinese, der aus einer Provinz in Nordchina stammt, mit einem Touristenvisum am Flughafen Stuttgart an. Noch im Flughafen wird ihm die Geldbörse geklaut. Der Mann aus China wollte den Diebstahl anzeigen. Warum er aber in der zentralen Aufnahmestelle für Flüchtlinge von Baden-Württemberg landete, bleibt wohl ein ewiges Rätsel. Sicher ist, dass er mit einem Dolmetscher den Erfassungsbogen ausfüllte. Der 31-Jährige „Tourist“ ist dann mit dem Bus nach Dortmund in die Erstaufnahmeeinrichtung gefahren, wo ihm der Reisepass abgenommen und Fingerabdrücke genommen wurden und bekam Dokumente im Status eines Flüchtlings.

Dass wir Deutschen eine gute Bürokratie haben, ist allenthalben bekannt. Nun läuft für den 31 Jährigen die Asyl-Maschinerie an. Aus dem vermeintlichen Tourist wurde nun Asylbewerber. Und so kam er nach Dülmen.

Schnell wurde klar, dass der Chinese keinen Asylantrag stellen wollte. Bei der Einreise legte er ein gültiges Visum vor, aber das wurde offenbar an falscher Stelle abgespeichert. Was lernen wir daraus! Auch unsere Bürokratie ist nicht perfekt!

Einen netten Kommentar hat die Zeitung Die Welt veröffentlicht.

29. Mai 2016
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Wildpferdefang in Dülmen

Die Dülmener wissen es, ebenso die Merfelder… Wenn Ende Mai der Wildpferdefang stattfindet, kommen Tausende um sich das Spektakel anzusehen. Was aber ebenso wichtig ist, das Wetter ist fast immer schön, so auch in diesem Jahr.

Einige Impressionen gibt es hier bei den Ruhrnachrichten und auch schönes Fotos. Und alle, die es dieses Jahr keine Karten bekamen, den nächsten Wildpferdefang gibt es 2017.

Auch überregional wird über den Dülmener Wildpferdefang berichtet. Die Welt

 

20. März 2016
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Wer wird Nachfolger von Werner Joestmeier?

Werner Joestmeier kandidiert nicht mehr

Werner Joestmeier kandidiert nicht mehr

Der Landtagsabgeordnete der CDU Werner Joestmeier will 2017 nicht mehr kandidieren. Joestmeier wäre am Ende der nächsten Legislaturperiode 72 Jahre. Obwohl er sich nicht zu alt fühlt, wird es Zeit für einen Nachfolger, erklärte er.

Obwohl also noch reichlich Zeit ist, haben bereits einige Ihren Hut in den Ring geworfen. Die Seppenrader CDU-Vorsitzende Lena Steinkamp (26) möchte ebenso die Nachfolge antreten, wie Markus Brambrink (43) aus der CDU in Dülmen. Und da ist noch der stellvertetende CDU-Kreisvorsitzende Dietmar Panske aus Ascheberg.

Interessant ist bei diesem Amt schon, dass Personen vorgeschlagen werden, ohne das es ein öffentliches „Stellenprofil“ gibt.

Was sind also die Aufgaben der Landtagsabgeordneten?

Sie wählen den oder die Ministerpräsidentin. Sie sollen die Landesregierung kontrollieren, was vornehmlich jene tun, die in der Opposition sind. Sie müssen den Landeshaushalt von NRW beschließen und beim Abschluss von Staatsverträgen zustimmen.

Die Richter am Landesverfassungsgericht werden durch den Landtag bestimmt, hier haben die Landtagsabgeordneten also eine wichtige Aufgabe. Ebenso bestimmen sie den Datenschutzbeauftragten und beschließen Gesetze auf Landesebene.

Allerdings ist der Einfluss der Landtagsabgeordneten in den vergangenen Jahren geringer geworden. Das hängt auch damit zusammen, dass der Bund und die EU in vielen Bereichen die gesetzgeberische Kompetenz besitzen.

In der Verantwortung der Länder liegen vor allem die Kultur- und Bildungspolitik. Hier haben die Landtagsabgeordeten also ein wichtiges Aufgabenfeld. Was viele unterschätzen ist die Förderpolitik des Landes und hier haben einzelne Landtagsabgeordnete einen nicht unerheblichen Einfluss, der bis in die Wirtschaftspolitik des Landes reicht. Über den Bundesrat können Landtagsabgeordnete auf die Gesetzgebung der Bundesregierung Einfluss nehmen.

Weil NRW als bevölkerungsstärkstes Bundesland wirtschaftlich ein Schwergewicht in Deutschland ist, sollte man den Einfluss der Landtagsabgeordneten also nicht unterschätzen.

Nicht nur deshalb sollten die Landtagsabgeordneten über weitreichende Kompetenzen verfügen. Bei allem Respekt von Kandidaten mit langjähriger Erfahrung auf der Ortsebene heißt das nicht, dass sie über die notwendigen Kompetenzen per se für ein solches Mandat verfügen.

Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, ungeachtet vom Proporz der Ortsebene weiter zu denken. Es gibt genügend Talente in der CDU, die weder im Vorstand noch in der Fraktion eine herausragende Verantwortung haben, die aber durch ihre berufliche Laufbahn, ihre Persönlichkeit und vieler Fort- und Weiterbildungen die notwendigen Kompetenzen mitbringen.

Wie kommt die Partei an diese Personen? Eine Stellenausschreibung wäre eine erste Maßnahme… So ähnlich wie das die Kommunen mittlerweile immer öfter tun, wenn sie Stellen für Beigeordnete ausschreiben. Hier ein Link für Beispiele. Voraussetzung wäre aber, dass zunächst ein Kompetenzprofil erstellt wird. Hilfreich ist sicher die Unterteilung in die Kriterien MUSS, SOLL und KANN. Was musse der oder die Berwerberin unbedingt mitbringen, was sollte er oder sie mitbringen und was wäre nützlich….

  • Welche fachlichen Kompetenzen sind für eine optimale Besetzung unbedingt erforderlich (MUSS-Kriterien)?
  • Ist Berufserfahrung erwünscht? (mehrjährige Berufspraxis, Leitungsfunktion, Wissenschaftliche/außeruniversitäre Erfahrungen, Lehre und Weiterbildung, Internationale Erfahrungen…).
  • Welche Sozial- und Persönlichkeitsakompetenzen werden gefordert? (Im Umgang mit anderen, Verhalten in Gruppen und Teams, die Fähigkeit, Reaktionen anderer auf das eigene Verhalten wahrzunehmen, Selbst- und Fremdbild abzugleichen, mit anderen zusammenzuarbeiten…).
  • Welche methodischen Kompetenzen sind notwendig? (Fähigkeit, Techniken und Methoden ziel- und zielgruppenorientiert auszuwählen und einzusetzen, Methoden kritisch zu hinterfragen…).

 

10. Februar 2016
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Neues vom intergenerativen Zentrum

Copyright: http://www.regionale2016.de/de/projekte/projekte/projektkategorie-heimat-landschaft-freizeit/intergeneratives-zentrum-duelmen.html

Eines der größten Projekte der vergangenen Jahre wird der Bau des intergenerativen Zentrums sein. Wer sich über den aktuellen Stand informieren möchte, dem empfehle ich die die igz-Internetseite.

Wie gelingt ein generationenübergreifendes Zusammenleben? Diese Frage stellten sich nicht nur die Teilnehmer der Workshops Ende Januar in der Familienbildungsstätte in Dülmen. Diese Frage stellt das Fundament dar, warum Dülmen ein Pionierstandort werden könnte. Ein offener Treff quer durch die gesellschaftlichen Milieus und über alle Altersgruppen hinweg. Eine sehr interessante Idee. Doch wie immer bei solchen Konzepten, steckt der Teufel bekanntlich im Detail.

Es ist der Versuch Antworten auf den demografischen Wandel zu geben. Wenn die Bevölkerung älter wird, weniger Kinder geboren werden, führt das gesellschaftlich zu massiven Veränderungen. Schon heute klagen viele Handwerksbetriebe über fehlenden Nachwuchs und das bei vollen Auftragsbüchern. Viele ältere Menschen wollen nicht in einer Seniorenresidenze oder einem Seniorenheim wohnen. Wie gelingt es, dass sie nicht allein in ihrer Wohnung sind? Eine Antwort könnte das IGZ geben, ein Begegnungstreffe, so die Idee.

Doch bis dahin wird es ein steiniger und langer Weg sein, zukunftsweisende allemal!

6. Januar 2016
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Was erwartet Dülmen 2016

Wiesmann_Roadster_34Für viele eine Überraschung: Der Roadster lebt oder noch besser, in Dülmen werden künftig wieder Autos gebaut, die zwar teuer sind, aber doch über einen gewissen Flair verfügen. Das darf uns doch alle froh stimmen, zumal der Abgasskandal für den Wiesmann Roadster kein Problem sein dürfte, denn in ihm steckt ein BMW-Motor.

Nach zähem Ringen soll es nun endlich mit der Innenstadtentwicklung weitergehen, allen voran die Bebauung des Overbergplatzes. Nach der Concepta soll das kein Aprilscherz sein, doch ganz sicher sein kann man sich da auch nicht. Dass sich was in Dülmen bewegt, zeigt das Areal rund um die Viktorkirche, hier soll das neue Intergenerative Zentrum entstehen. Die Bagger waren da und haben ganze Arbeit geleistet. Die Grundsteinlegung sollte 2016 noch möglich sein.

Bei den Fussballern dreht sich alles um den grünen Rasen, konkreter, um den grünen Kunstrasen. Ob es wirklich was wird, steht aber noch in den Sternen, denn wie bei vielen anderen Projekten auch, fehlt es am nötigen Geld.

Ruhig wird es im Rathaus 2016 nicht werden. Zumal ja noch viele weitere Projekte auf der Agenda stehen. Stichwort Südumgehung. Wobei das nun wohl eher ein Thema sein dürfte, das einigen schlaflose Nächte bereiten könnte, denn Gelder werden 2016 von der Landesregierung nicht nach Dülmen fließen. Die Bahn will aber die notwendigen baulichen Maßnahmen durchführen und eine neue Brücke bauen. Das könnte sich zum echten Skandal ausweiten…

Auf ein gutes Jahr 2016! Landweilig wird dieses Jahr sicher nicht.

8. Dezember 2015
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Flüchtlingshilfe in Dülmen

Danke an pixabay.com/

Danke an pixabay.com/

Viele Flüchtlinge kommen zwar nicht mehr über das Mittelmeer, sondern über den Landweg über die Türkei und das ist im Grunde auch gut so. Hunderte sind dieses Jahr im Mittelmeer schon auf seeuntauglichen und maroden Booten untergegangen. Wir können uns nun wirklich nicht vorstellen, was diese Menschen durchgemacht haben. Nun kommen Sie immer öfter auch in Dülmen an und prägen das Stadtbild mit.

Verschiedene Inititiativen in und um Dülmen unterstützen die Stadt bei dieser schwierigen Aufgabe. Ganz vorne dabei die ökumenische Flüchtlingsinitiative. Dass Flüchtlinge in einer Turnhalle untergebracht werden, zeigt wie schwierig es ist, schnell genügend Wohnraum bereitzustellen. Die Stadt ergreift weitere Maßnahmen und wird Wohnraum am Leuster Weg zur Verfügung stellen.

2015 wird Deutschland mehr als 1 Million Flüchtlinge aufnehmen, und ob die Zahlen 2016 wirklich sinken, kann niemand sagen. Gut, dass es viele in Dülmen sind, die sich engagieren, die helfen und die verschiedenene Kommunikationswege nutzen. Die Flüchtlingshilfe in Dülmen nutzt besonders Facebook.

Die Landesregierung hat ein neues Portal eingerichet „Ich helfe.“ Hier können sich Einrichtungen und Initiativen eintragen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Einige haben sich bereits aus Dülmen eingetragen. Wäre doch schön, wenn es noch mehr würden…

Sicher gibt es noch viele andere, die möglicherweise gar nicht so öffentlich Ihren Beitrag für eine „Willkommenskultur in Dülmen leisten“. Dülmenblog nimmt diese Beiträge gerne auf!

17. September 2015
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Bürgermeisterin der Herzen – nicht ganz!

Lisa Stremlau Copyright: http://www.duelmen.de/fileadmin/user_upload/duelmen.de/bg/2014/lisa_stremlau/BM_Yad_Vashem.jpg

Ein politisches Sprichwort lautet: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Nach der Bürgermeisterwahl kehrt nun der politische Alltag zurück. Zunächst aber ist es gute politische Tradition den Wahlsieg oder die Wahlniederlage zu analysieren. Beim Wahlsieg geht das schnell, vor allem bei 71,2 Prozent, die Lisa Stremlau als Bürgermeisterin geholt hat. Damit konnte niemand rechnen. Groß war daher der Jubel bei der SPD und entsprechend groß das Jammern bei der CDU.

Traditionell liegt die politische Mehrheit in Dülmen bei der CDU, besonders in den Außenbezirken, in Rorup, Hausdülmen, Merfeld, Hiddingsel und Buldern. Selbst in den klassischen Hochburgen hat Lisa Stremlau ihren Konkurrenten vernichtend geschlagen. Eine solche politische Niederlage hat es in Dülmen so noch nicht gegeben und damit ist das politische Schicksal von Clemens Leushake wohl besiegelt. Jan Dirk Püttmann vorheriger Bürgermeister der CDU hat vor 5 Jahren gegen Lisa Stremlau knapp verloren, in den CDU Hochburgen konnte er seine Wähler mobilisieren.

Die Niederlage von Clemens Leushake mag sich schon früh abgezeichnet haben, die historische Höhe jedoch nicht. Sicher, Lisa Stremlau ist in der Bevölkerung beliebt, aber wer nun in der CDU meint, sie sei nur wegen ihres Lächelns oder ihres roten Lippenstiftes, ihrer moderierenden Art oder durch ihren „Amtsbonus“ gewählt worden, der verschleiert die wahren Gründe. Weil damit eben nicht erklärt werden kann, warum Lisa Stremlau 71,2 Prozent und der Herausforderer Clemens Leushake 28,8 Prozent erhalten hat. Ein Unterschied von 42,2 Prozent lässt sich nicht mit einem Lächelen erklären und auch nicht mit dem Amtsbonus.

Die Ursachen sind gravierender, denn große Teil innerhalb der CDU haben ihren eigenen Kandidaten nicht gewählt. Zur Ursachenforschung gehört es auch, dass die Verantwortlichen die Verantwortung für diese Niederlage übernehmen. Und da wird sich zunächst die Fraktion und der Ortsverband in der CDU fragen müssen, warum wurde der eigene Kandidat nicht gewählt. Was haben wir falsch gemacht?

Clemens Leushake konnte seine „Themen“ nicht platzieren, das lag daran, dass er eng mit Lisa Stremlau zusammenarbeit und sich beide für dieselben Projekte wie die Innenstadt oder das Intergenerative Zentrum einsetzen. Da gab es keine Möglichkeit für Leushake eigene Aktzente zu setzen und die Bürgermeisterin aus der Reserve zu locken. Das Bauamt, dem Clemens Leushake vorsteht, hat es bei den Bürgern nicht leicht. Es prüft und verwirft Bauanträge, was zur Rolle des Bauamtes gehört, das förderte aber nicht unbedingt die Chancen des Kandidaten. Das mögen zwei von vielen Gründen für die Niederlage gewesen sein. Aufgabe der Verantwortlichen in der CDU ist es nun, die anderen Gründe zu finden und diese auch offen zu nennen. Falsch wäre es, nun zur Tagesordnung zu gehen und so weitermachen, als wäre nichts geschehen.

Das Spiel geht nun von vorne los. Die SPD und die CDU werden in fünf Jahren einen neuen Kandidaten eine nue Kandidatin küren: Lisa Stremlau wird nicht noch einmal antreten. Das kann man durchaus als Chance für die CDU sehen. Allerdings bleibt die Frage: Was ist das Profil der CDU in Dülmen? Wer soll soll die Partei künftig führen? Es bleibt spannend!

14. September 2015
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Klare Niederlage für Clemens Leushake

Eigentlich dürfte es niemanden überrascht haben, dass Lisa Stremlau die Wahl zur Bürgermeisterin gewinnt. Überraschend war die Höhe Ihres Wahlsieges mit über 70 Prozent. Wie konnte es dazu kommen, zumal die CDU bei der letzten Wahl doch die Mehrheit gewann?

Wenn der CDU Herausforderer Clemens Leushake, immerhin Stadtbaurat in Dülmen und damit vielen Bürgerinnen bekannt, eine so deutliche Niederlage einfährt, kann das nicht nur am Kandidaten gelegen haben. 

Innerhalb der CDU hat es eben viele gegeben, die Leushake nicht wählten. Ein Kandidat, den die eigene Partei die Gefolgschaft verwehrt, viel schlimmer kann es nicht kommen. 

Gehen wir auf Spurensuche: Das Bauamt, dem Clemens Leushake vorsteht, gehört nicht zu den beliebtesten Ämtern in Dülmen. Das liegt in der Sache selbst begründet, denn ein Bauamt kann es nicht allen Bauherren recht machen. Doch kann das nicht diese historische Niederlage allein begründen. 

Clemens Leushake wusste um seine schwierige Situation. Er versuchte daher mit kreativen Mitteln, die Bürger auf sich aufmerksam zu machen, z. B. durch Kinospots. Allerdings muss das Medium auch zum Kandidaten passen, jedenfalls haben die Kinospots ihre Wirkung verfehlt. Allein die starke Präsenz auf Tafeln und Schildern bringen keine Wählerstimmen, auch das hat uns dieser Wahlkampf gezeigt.

Sind es also die Themen und Inhalte, die den Unterschied machen? Vieles spricht dafür, denn die Bürgermeisterin wie der Herausforderer vertreten bei vielen Themen gleiche Positionen. Das macht es für den Herausforderer immer schwerer.

Damit wird aber auch deutlich, dass es Clemens Leushake nicht gelungen ist, eigene Themen im Wahlkampf zu platzierne. Ob Innenstadt, Intergeneratives Zentrum oder Flüchtlinge, er konnte die amtierende Bürgermeisterin nicht unter Druck setzen. Auch in der Ausstrahlung konnte er Lisa Stremlau nicht das Wasser reichen. 

Vieles davon war eigentlich vor dem Wahlkampf bekannt, warum hat die CDU es dann soweit kommen lassen?

Damit sind wir bei jenen, die den Kandidaten parteiintern auswählten. Und hier offenbaren sich einige Fehleinschätzungen, denn hier wurde ein Kandidat im wahrsten Sinne des Wortes „vebrannt“. Denn mit diesem Wahlergebnis wird Clemens Leushake schwerlich bei der nächsten Wahl antreten können. 

Die Verantwortllichen in der CDU sollten sich selbstkritisch fragen, wo sie Fehler begangen haben. Das Ergebnis dieser Bürgermeisterwahl darf man nicht nur dem Kandidaten anlasten, das ganze Team hat versagt. Warum nimmt man einen Kandidaten, bei dem von vornherein klar ist, dass er inhaltlich nah bei der Bürgermeisterin sein wird. Warum hat man nicht nach neuen Gesichtern gesucht? Fehlte es etwa an geeigneten Bewerbern? Andere gehen kreative Wege und schreiben die Stelle aus? Die Verantwortlichen selbst werden sich wohl erklären müssen. Es wird interassant sein, welche Gründe sie vorbringen. Ob sie wohl eigene Fehler eingestehen?

Bleibt zum Schluss die Frage, welche Lehren  die Verantwortlichen daraus ziehen? Vielleicht diese: Die CDU in Dülmen muss sich neu erfinden, um neue Leute anzuziehen. Keine leichte Aufgabe, aber immerhin bleiben ja nun einige Jahre Zeit!

Freuen darf sich die alte und neue Bürgermeisterin: Herzlichen Glückwunsche Frau Stremlau von duelmenblog.

3. September 2015
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Flüchtlinge in Dülmen sind willkommen

Von den 200.000 Flüchtlingen, die NRW dieses Jahr aufnimmt, kommen auch einige nach Dülmen. Mittelfristig wird es auch keinen deutlichen Rückgang der Flüchtlingszahlen geben und so werden auch in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder Flüchtlinge auch nach Dülmen kommen. In der Stadt fehlt es vorwiegend an kurzfristigen Unterbringungsmöglichkeiten, Turnhallen und Zeltlager sind nämlich keine Alternative, und schon gar nicht für die Flüchtlingskinder. Wir brauchen also mehr angemessenen Wohnraum. Viele Flüchtlinge kommen nur mit dem nötigsten, mitunter mit einer Plastiktüte. Sie benöigen Kleider und Möbel. Doch all das lässt ich organiseren und es gibt viele in Dülmen, sie sich ehrenamtlich engagieren. So gibt es seit Anfang diesen Jahres die Flüchtlingshilfe Dülmen, es gibt einen Flyer zur Flüchtlingsarbeit, viele städtische Veranstaltungen und auch die evangelische und katholische Kirche in Dülmen sind stark in der Flüchtlingsarbeit involviert.

Viele Dülmener engagieren sich auf ganz verschiedenen Ebenen in der Flüchtlingshilfe. Dülmenblog wird daher einen Schwerpunkt auf die Flüchtlinge in Dülmen setzen.

Wer macht wo mit? Wo gibt es Initiativen in Dülmen. Welche Facbookseiten, Blogs oder Webseiten gibt es von Dülmenern, die sich hier engagieren? Dülmenblog dokumentiert es. Herzliche Einladung

Und wer sich noch nicht so sehr mit dem Thema auseinandergesetzt hat, dem sei diese Broschüre empfohlen.

Weitere Infos gibt auch bei. www.caritas-essen.de/fluechtlinge