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Dülmen kann mehr

Etappenziel erreicht – Dülmen kann aufatmen

Welch ein Wandel. Was vor wenigen Monaten noch undenkbar schien, könnte nun Wirklichkeit werden. Die Pläne der Concepta, ein Einkaufszentrum am Lüdinghauser Tor zu bauen, sind zunächst vom Tisch und das ist gut so.

Interessant ist schon, wie sich die Stimmung in den Wochen seit den Sommerferien wandelte. Vor der Sommerpause erhielt der Leser der Dülmener Zeitung folgendes Bild: Politik, Stadt und Bürger wollen ein Einkaufszentrum jenseits der Innenstadt. In Leserbriefen und Kommentaren war dies so offensichtlich, dass selbst den Kaufleuten die Spucke wegblieb.

Ein Alternative war nicht in Sicht, obwohl sich die Viktorkaufleute, allen voran Hugo Schulze Hobbeling nicht unterkriegen lassen wollten. Das war keine einfache Aufgaben, zumal unter vorgehaltener Hand auch diskutiert wurde, dass diese –gemeint waren die Kaufleute – doch nur an sich selbst denken. Innovationsverhinderer seien diese doch.

Dülmen braucht ein Einkaufszentrum. Wochen dauerte es, bis den Beteiligten deutlich wurde, auch die Kaufleute wollen ein Einkaufszentrum, nur nicht am geplanten Standort Halterner Straße.

Dass es hinter den Kulissen mächtig krachte, konnte man auf den Informationsveranstaltungen im Barbara Haus ahnen. Hier die Concepta mit ihrem professionell ausgearbeiteten Entwurf, dort Viktor meine einer selbst gestalteten Powerpointpräsentation. Und vielleicht hat diese die Bürgerinnen und Bürger nachdenklich gemacht. Da kommt der Kaufmann Hugo Schulze-Hobbeling und lässt nicht locker, bohrt nach und weil er von seiner Vision überzeugt ist, lässt er sich nicht kleinkriegen. Bis zu 50 Millionen Euro stehen im Raum und weil die Politik sich eigentlich schon festgelegt hatte, mutete es an wie David gegen Goliath. Wie diese Geschichte ausgegangen ist, wissen wir alle, der kleine David besiegt den großen Riesen.

In der Rückschau lässt sich der weitere Prozess recht gut analysieren und Parallelen zu Stuttgart 21 sind ebenfalls erkennbar. Menschen, die von einer Idee überzeugt sind, lassen sich durch Widerstände nicht aus dem Konzept bringen. Beharrlich und zielstrebig, dabei authentisch und glaubwürdig, das waren jene Rezepturen, die Veränderungen brachten. Zunächst in der Bevölkerung und schließlich erkannten Stadt und Politik, das weiter nachgedachte werden müssen.

Die Bürgerinnen und Bürger erwarten Beteiligung und Partizipation. Für die politischen Parteien in Dülmen könnte es daher gar nicht besser kommen. Sie müssen des Volkes Stimme wahrnehmen und gut hinhören, was die Dülmener denken. Tun Sie das, gibt es keine Politikverdrossenheit – zumindest nicht in Dülmen.

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