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Dülmen kann mehr

Neue Mitte mit Rathaus

Das Ende der Stadtgallery! – Concepta macht es nicht

Neue Mitte mit Rathaus

Ein früher Entwurf der Kaufmannschaft

Die Nachricht, dass die Concepta nun doch nicht die Innenstadt in Dülmen entwickelt, schlug wie ein Blitz ein. Wie die Dülmener Zeitung heute berichtet, gibt die Concepta das 50 Millionen Projekt auf. Als vermeintlicher Grund wird genannt, dass bei der Entwicklung des Bebauungsplans im Boden Überreste einer alten Klosteranlage gefunden seien. Nach Berichten der DZ soll es sich um das „wertvollste Bodendenkmal der Stadt Dülmen“ handeln. Das kann natürlich sein, wer aber den weiteren Bericht aufmerksam liest, erkennt aber auch die deutliche Kritik der Concepta an den Dülmener Geschäftsleuten, die in vielen Gesprächen immer wieder auf die Bedeutung der Achsenlösung hingewiesen haben. Man könnte es auch so lesen, dass den Geschäftsleuten indirekt für das Projektende verantwortlich sind. So schnell geht das!

Die Concepta ist keine Wohlfahrstverein und möglicherweise bietet die neue Sachlage eine gute Möglichkeit das Projekt ohne größeren Image-Schaden für die Concepta zu beenden. Und ob die angeblich mehreren hunderttausend Euro die Concepta allein finanziert hat, wäre noch zu klären.

Der Ausstieg der Concepta kam nämlich nicht aus heiterem Himmel. Verwaltung, Politk und Kaufleute haben immer betont, dass für Dülmen die Achsenlösung von der Münsterstraße zum Overbergplatz oberste Priorität hat. Dieses Modell funktioniert nach Aussagen der Concepta nicht, weil die Münsterstraße baulich nicht so umgesetzt werden kann, wie ursprünglich geplant. Die Politik wusste aber auch, dass es politisch nicht durchsetzbar wäre, nur den Overbergplatz zu bebauen. Damit gibt es seit mehreren Wochen eine echte Hängepartie. Es ging weder nach vor noch zurück. Verständlich, dass die Bevölkerung zuletzt unruhig wurde und die Aussicht, die Bäume am Overbergplatz zu verlieren, zu deutlichen medialen Unmutsbekundungen führte. Man lese nur die Leserbriefe in der DZ in den vergangenen Tagen.

Erschwerend kam für die Concepta hinzu, dass es ihr nicht gelang, einen interessanten Ankermieter im kik-Gebäude zu platzieren. Eine verfahrene Situation.

Da könnte es den Investoren möglicherweise gelegen kommen, das Projekt zu den Akten zu legen, zumal die möglichen Optionen abhanden kamen.

Was bleibt nun? Der Hinweis der Bürgermeistern „Ich bin von dieser Entwicklung total betroffen, und ich hoffe, dass wir unseren Traum von einer Einkaufsstadt mit Flair, die sich alle wünschen, dennoch verwirklichen können.“ klingt fade und wenig zielführend. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Bürgermeistern diese Nachricht aus der Zeitung erfahren hat. Wo ist also der Plan B? Wir gehen doch alle davon aus, dass die Verantwortlichen immer auch mit dem ungünstigen Fall rechneten. Wenn nicht, wäre das bei einem solchen Projekt, bei dem es von Anfang an Proteste und Gegenbewegungen quer durch die Bevölkerung gegeben hat, mehr als fahrlässig.

Übrigens: Wer die Entwicklung der letzten Monate verfolgt hat, weiß, dass die Streiflichter einen weiteren Investor ins Gespräch gebracht hatten. Diese Kontakt sollten nun neu geknüpft werden. Auch die Kaufleute sind nun gefordert, ein tragfähiges innovatives Konzept zu entwickeln und ggfs Finanzierungsmöglichkeiten aufzutun.

Betroffenheitsrhetorik hilft uns hier ebenso wenig weiter, wie zu träumen. Es geht darum, anzupacken und weitere Optionen zu entwickeln. Und wer weiß, vielleicht stellt sich am Ende heraus, für Dülmen war es gut, ein anderes Konzept zu fahren…

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