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Dülmen kann mehr

Copyright Jürgen Holtkamp

Storno zu Gast in Dülmen

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Über die Grenzen des Münsterlandes hinaus sorgen die drei Herren von Storno für gute Unterhaltung. So war denn auch die Aula des CBG ausverkauft. Die große Mehrzahl erlebte einen Jahresrückblick der anderen Art. Eine Kostprobe gefällig? Als der Wintereinbruch Münster erreichte, herrschte auf Münsters Straßen das Chaos: Kommentar Storno: „Viele Münsteraner haben auf Carepakete aus Afghanistan gewartet“. Bissig waren sie schon und das war erst der Anfang. Normale Bürger gibt es in Deutschland nicht mehr – nur noch WUTbürger. Stuttgart hat es doch gezeigt, „dieses pisselige Pissnest“. „Wir in Münster wären doch froh, wenn man unseren Bahnhof vergraben würde“. Die Lacher ob solcher Vergleiche blieben nicht aus.

Natürlich bekamen die Politiker ihr Fett weg. „87 Prozent der Politiker sind mit dem Volk unzufrieden“ Es dauerte einen Moment bis alle Zuschauer die Pointe entdeckten. „Strauß, Barzel und Barschel waren noch richtige Drecksäcke“. Thilo Sarrazin durfte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, doch zunächst bekam die Bildungspolitik erst mal was ab: „Bevor ich mit einem Deutschen über Schule spreche, laufe ich lieber nackt durch den Jemen“. Roland Koch, der jüngst seinen Beitrag zum Konservatismus leistet, durfte ebenfalls nicht fehlen. Dass er nun in den Aufsichtsrat von Bilfinger und Berger wechselte sorgte Bundesweit für Aufregung. „Bilfinger und Berger hat in Köln das Stadtarchiv in die U-Bahn gebaut“! Nett klingt anders

Dass die Lacher sprichwörtlich im Halse stecken blieben, zeigt die folgende Frage: „Was ist töter als tot? – Pause!! Appelhülsen. Das war nun wirklich gemein, denn die Dülmener haben nun mit Appelhülsen die wenigsten Probleme. Dem einen oder anderen dürfte dabei wohl dieser oder jener Teil von Dülmen eingefallen sein.

Im zweiten Teil diskutieren die Stornobrüder die Fussballweltmeisterschaft, insbesondere den viel gescholtenen Michael Ballack nahmen sie in Schutz: „Michael Ballack ist nicht lahm“! Flacher wurde es bei der katholischen Kirche. Der Missbrauchskandal wurde ebenso aufgearbeitet wie der Fall Mixa. Weiter Themen waren die Finanzkrise in Griechenland, die Schwarzwaldklinik und das Iphone.

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Leider konnte der zweite Teil nicht ganz das Niveau des ersten halten. Ein Jahresrückblick, der vieles in den Kakao zog, an vielen Stellen gute Unterhaltung darstellte. Das war es nun wirklich: Zwei Stunden nette Unterhaltung. Wer glaubte, hier politisches Kabarett zu erhalten, der wird enttäuscht sein.

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