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Dülmen kann mehr

Von allen guten Geistern verlassen?

Nun dürfte das Chaos wohl perfekt sein. Die einen berichten, die ITG solle nun zum Zug kommen, wenn es um die Entwicklung eines Einkaufszentrums in Dülmen geht, während die andere Fraktion Concepta favorisiert, die am Overbergplatz oder am Lüdinghauser Tor investieren möchte. Wenn – wie in einem Medium  zu lesen war – sich die große Mehrzahl der Dülmener für ein EKZ am Overbergplatz ausspricht, dann dürfte die Entscheidung schnell getroffen werden. Allerdings sei hier vorsichtig darauf hingewiesen, dass die große Mehrzahl in der Summe sechzig Personen sind, das relativiert diese Meinungsbildung nun doch deutlich.

In Dülmen ist was schief gelaufen und zwar richtig!  Wie zu hören war – es wird gerade viel spekuliert – war Concepta am Werkstattverfahren vor Wochen beteiligt und konnte so die Pläne der ITG (Konkurrenz) sehen und kommentieren. Zur Erinnerung. Die ITG war vom Werkstattverfahren ausgeschlossen worden. Das wäre dann wohl ein klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung. Der eine sitzt mit am Tisch, wenn die Pläne des Konkurrenten diskutiert werden. Gemach. Es ist ja nur Mundpropaganda.

Jetzt haben sich die Spitzenvertreter der Stadt und auch die Bürgermeisterin öffentlich geäußert. Demnach kann die ITG machen was sie will, ins Werkstattverfahren werden sie nicht aufgenommen. Und ein neues Gutachten hätte die Kaufmanschaft zu zahlen. Will heißen: Das Werkstattverfahren mit der Concepta läuft ohne Beteiligung der ITG weiter.

Wie man es auch dreht und wendet: Es scheint eine mächtige Koalition am Werk zu sein, die unbedingt mit der Concepta das EKZ entwickeln will. Und wer die Berichte in den Dülmener Medien der vergangenen Wochen und Monate verfolgt hat, wird den Eindruck nicht los, dass die Concepta nie am Marktplatz wirklich interssiert war. Das ist sogar verständlich. Die Lösung am Marktplatz war von Anfang an kompliezierter in der Umsetzung und weniger ertragreich für die Rendite als eine Lösung am Lüdinghauser Tor oder am Overbergplatz. Nun hat die Concepta ein schlagkräftiges Argument an der Hand: Es sei „wirtschaftlich nicht rentabel“. Ein tolle Formulierung.

Wer von den Dülmer Bürgerinnen und Bürger hat überhaupt Einblick in das Gutachten erhalten? Was spricht eigentlich gegen ein alternatives Gutachten? Das sind berechtigte Fragen.

Der Eindruck könnte entstehen: Trotz aller Lippenbekenntnisse, die Entwicklung am Markplatz war nie wirklich gewollt. Wenn sich das mal nicht rächt.

 

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