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Dülmen kann mehr

Bürgerbeteilung auf hohem Niveau

Bürgerversammlung zur Innenstadt im Forum Bendix

Bürgerversammlung zur Innenstadt im Forum Bendix war sehr gut besucht

Bürger, die vor den Bankentürmen in Frankfurt übernachten und gegen deren Politik protestieren gibt es viele. Immer mehr Bürger sind sauer auf die Politiker, Philologen machen schon einen neuen Typus aus: den Wutbürger. Wer die Werkstattgespräche und Foren oder die Leserbriefe verfolgte, konnte zwischenzeitlich den Eindruck erhalten, nun hat der Wutbürger in Dülmen Einzug gehalten. Kontrovers und hoch ging es in den vergangenen Wochen zwischen Verwaltung und Viktor, Politik und Viktor sowie Concepta her.

Eitel Sonnenschein herrscht auch heute sicher nicht, und doch zeigte die heutige Bürgerversammlung im Forum Bendix, den guten Willen und die Bereitschaft gemeinsam die „Achse Kik – Overbergplatz“ zu entwickeln. Wer genau hinhörte konnte erahnen, wie sehr dieser Prozess auch an den Nerven der Bürgermeisterin kratzte. „Es gab viele Proteste und Einwände“, beschreibt zwar ungenau die Wut, die mitunter aufkam.

So wünschte sich die Bürgermeisterin, konstruktive Gespräche und zitierte strahlend aus einem Brief der Kaufmannschaft, den sie heute erhalten hatten. Darin betonen die Unterzeichner, dass sie die Achsenlösung (Entwicklung vom Kik-Gebäude über Rathausgasse, Tiberstraße bis zum Overbergplatz) voll und ganz unterstützen.

Das ist zwar in dieser Deutlichkeit etwas überraschend, es zeigt aber auch, wie sehr die Viktor GmbH an einer konstruktiven Lösung beitragen möchte. Das bestätigte übrigens Hugo Schulze Hobbeling in der späteren Aussprache und stellte einige Forderungen

  • Eine Machbarkeitsstudie zur Verhältnisbestimmung solle durch die Stadt erstellt werden, um zu prüfen, ob Dülmen am Overbergplatz wirklich 7000 qm Verkaufsfläche braucht. Ungünstig wäre es, wenn die Verkaufsflächen in der Innenstadt leiden würden.
  • Der Bereich Overbergplatz sei als letztes zu realisieren. Zunächst solle das Kik-Gebäude entwickelt werden.
  • Vertragliche Vereinbarungen wären zu treffen.

Die Projektentwickler wollen am KIK-Gebäude 280 bis 300 Parkplätze realisieren, am Overbergplatz würden es ca. 280. In einem Teil des Rathauses (neben Kuhmann) würde eine Ganztagseventgastronomie angesiedelt mit Außengastronomie. Überhaupt dürfte nach der Umsetzung Dülmen mehr als genug an Gastronomie zu bieten haben, vorausgesetzt, es handelt sich um Qualitätsgastronomie.

Wer die vergangenen Treffen besuchte, den verwunderte es nicht, dass die Projektentwickler die Namen der zukünftigen Mieter nicht verraten wollten oder konnten.

So dürfen die Spekulationen sprießen: Wäre schon toll, wenn H&M sowie Peek & Cloppenburg sich am Overbergplatz ansiedeln würden. Problematisch ist besonders der Mieter für das Kik-Gebäude, da ein Elektronikfachmarkt wie Saturn oder Mediamarkt wegfallen, angesichts der Entwicklungen zu Kress.

Wie wäre es denn mit einem Outdoorgeschäft? Die Dülmener sind fahrradfreundlich und so etwas haben wir nicht in Dülmen! Sicher gibt es noch viele weitere Ideen…

Bürgermeisterin Stremlau begrüßte die Teilnehmer

Bürgermeisterin Stremlau begrüßte die Teilnehmer

 

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