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Dülmen kann mehr

Dülmen hat gewählt – und nun?

Man kann den Parteien keinen Vorwurf über einen Wahlkampf machen, der nicht so recht stattgefunden hat. Der Wahlkampf war unaufgeregt. Die Plakate können nun wieder heruntergenommen werden. Erfreulich viele Bürgerinnen und Bürger haben ihre Stimme abgegeben und damit ein politisches Zeichen gesetzt. Die CDU ist und bleibt die stärkste Fraktion im Rat der Stadt Dülmen. Nicht wenige werden sagen, das war doch vorauszusehen. Auf der Seite der Stadt Dülmen kann  man das amtliche Endergebnis, grafisch dargestellt, einsehen.

Die CDU hat mehr als 5 Prozent hinzugewonnen und verfügt über eine knappe absolute Mehrheit (50,2 Prozent). Die SPD stagniert bei knapp über 30 Prozent. Damit sind die politischen Kräfteverhältnisse in Dülmen geklärt. Die anderen Parteien (FDP und Grüne) spielen politisch keine Rolle in den nächsten Jahren.

Die CDU darf sich also freuen und kann in aller Ruhe den oder die Herausforder/in für die amtierende Bürgermeisterin Lisa Stremlau (SPD) aufbauen. In der Sache gibt es nur eine Unbekannte. Noch ist nicht klar, ob die Amtsinhaberin 2015 wieder antritt. Sollte das der Fall sein – und so mancher aus der SPD wird das hoffen – dürfte es für jeden CDU Kandidaten schwer werden. Lisa Stremlau ist bei der Bevölkerung sehr beliebt. Neu gemischt werden die Karten, sollte Sie nicht mehr antreten. Nach dem jetzigen Erfolg, möchten die CDU-Verantwortlichen umso mehr den Bürgermeister in Dülmen ab 2015 stellen.

Der oder die Kandidatin muss behutsam aufgebaut werden. Wohl frühestens im Winter, vielleicht auch im Frühjahr 2015 wird die Personalie bekanntgegeben.

Nach außen wirkt das Ergebnis der Kommunalwahl beeindruckend. Die Stammwählerschaft in den Außenbezirken (Börnste / Welte / Leuste / Empte / Weddern / Dernekamp / Daldrup / Mitwick / Rödder/ Merfeld) haben der CDU zu diesem Sieg verholfen. Hier kommt die CDU auf über 60 Prozent. In der Stadt war es viel enger gewesen.

Am Sonntag konnte die CDU feiern, ab heute beginnt der politische Alltag und die Erwartungen an die CDU sind hoch. Sie wurde gewählt, weil man ihr eher zutraute Dülmen aus der Talsohle zu führen. Die Aufgaben sind nämlich gewaltig. Der Wirtschaftsstandort Dülmen muss weiterentwickelt werden. Neue Betriebe sollen sich ansiedeln. Die Infrastruktur ist ja da (Autobahn und Eisenbahn) und trotz boomender Wirtschaft, bleibt davon in Dülmen nicht viel hängen. Das sollte sich möglichst schnell ändern.

Nicht minder anspruchsvoll wird es sein, die Innenstadt attraktiv zu gestalten. Es ist traurig, wie schwach die Innenstadt frequentiert wird. Darüber können auch nicht die Events (Vikormarkt, Kirmes, Weinfest) hinwegtäuschen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Aber auch den Bildungsstandort Dülmen gilt es weiterzuentwickeln. Die Schullandschaft verändert sich dramatisch. Der Immobilienmarkt in Dülmen stellt eine weitere Herausforderung dar: Günstige Wohnungen, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser suchen viele Familien, nur in Citynähe gibt es kaum etwas. Zwar hat die Stadt im Gebiet Kapellenweg Baugrundstücke, doch diese sind mehrfach überzeichnet.

Dülmen will eine familienfreundliche Stadt sein, dise zeigt sich nebem bezahlbarem Wohnraum und nahen Einkaufsmöglichkeiten auch bei Bildung und Kultur.

Wie gelingt es den Dülmener Sommer weiterhin trotz sinkener Einnahmen zu finanzieren? Was, wenn die Steuern nicht so sprudeln? Fällt das weit über Dülmen hinaus bekannte Event dann durchs Raster? Kultur kostet Geld. Es fehlt in Dülmen aber auch an einem repräsentativen Raum für Empfänge und kulturelle Veranstaltungen.

Die Auflistung wäre sicher noch weiterzuführen. Über allemn schwebt die Ungewissheit, wie die klamme Kommunalkasse aufgebessert werden kann.

Das so gut Ergebnis der CDU hat auch eine Kehrseite: Die Erwartungen an die CDU sind höher geworden. Die Bürgern erwarten auf Ihre Fragen nun die Antworten. Und nun wissen Sie auch, wer die Antwort zu liefern hat! Die CDU.

 

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