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Dülmen kann mehr

Badespass für alle oder eher Bau für Elite

Die Wellen schlagen sprichwörtlich hoch in Dülmens erster Adresse fürs Baden und Schwimmen. Das düb soll für mehrere Millionen Euro komplett umgebaut und saniert werden. An sich ist das noch keine Meldung wert, denn alle Schwimmbäder müssen über kurz oder lang renoviert werden. Und wer das düb in den vergangenen Wochen besuchte, kommt zu dem Schluss, hier muss mal gründlich sauber gemacht und renoviert werden.

Der Zorn entzündet sich vor allem daran, dass die Kosten nun deutlich höher ausfallen. Auch sind die Pläne nun erst öffentlich gemacht worden. Und wie immer bei solchen Plänen gibt es kritische Rückmeldungen. Die einen sagen, der Umbau zum Spass- und Wellnessbad geht zu Lasten der Schwimmvereine. Wieder andere bemängeln, warum aus Steuergeldern überhaupt ein Wellnessbad gebaut werden soll. Ein Schwimmbecken würde doch genügen, um den Kindern schwimmen beizubringen. Nicht zu vergessen sind jene, die kritisieren, dass mal wieder alles im stillen Kämmerlein ausgekungelt wurde und die Bevölkerung nicht angemessen beteiligt wurde. In letzteres Horn bläst die Dülmener Zeitung.

Nun ist das mit der direkten Demokratie so eine Sache oder anders gesagt, es gibt gewählte Vertreter in der Stadtverortnetenversammlung. Diese sind durch die Bevölkerung legitimiert und sollen zum Wohle der Menschen in Dülmen Entscheidungen vorbereiten und treffen, so auch beim düb.

Und natürlich müssen die Mandatsträger Rechenschaft ablegen, doch zunächst sollten wir ihnen allen einen Vertrauensvorschuss gewähren.

Besonders bei „Großprojekten“ gibt es sehr unterschiedliche und teilweise entgegenliegende Interessenslagen, dass war beim Innenstadtentwicklung so und ist beim düb ebenso. Die gewählten Vertreter stehen also vor der großen Herausforderung, zwischen diesen verschiedenen Interessen sich zu positionieren, wobei sie sich nicht von parteipolitischen Interessen ganz frei machen könnnen. Das düb wie die Innenstadtentwicklung müssen weiter entwickelt werden. Streiten können wir uns um das wie!

 

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