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Dülmen kann mehr

Danke! Clemens Leushake

Clemens Leushake
Clemens Leushake 2010 im Barbarahaus zur Vorstellung der Neugestaltung Overbergplatz

Das Baudezernat steht ja immer mal wieder in Kritik. Bauanträge würden nicht schnell genug bearbeitet und überhaupt: Die Bauverwaltung sei zu träge und würde die „Bauherren“ und „Bauherrinnen“ in Dülmen gängeln. Im Einzelfall wird das sicher nicht ganz falsch sein, aber so pauschal?

Das Baudezernat hat eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen, das wird gerne verdrängt. Es ist eben leichter auf „die Behörde“ zu schimpfen und am besten noch, auf die Leitung an deren Spitze. „Der Stadtbaurat hätte dies und jenes und überhaupt…“

Die 1-Euro-Münze hat bekanntlich zwei Seiten. Und viele von uns neigen dazu, nur die eine Seite zu betrachten und vergessen dabei, dass es die andere auch gibt.

Seit 1994 stand Clemens Leushake als Technischer Beigeordneter an der Spitze des Baudezernates. War verantwortlich für den Umwelt- und Klimaschutz, die Stadtentwicklung, die Bauaufsicht und den Denkmalschutz. Vergessen wir nicht den Hochbau und das Gebäudemanagement. Da ist dann noch der Tiefbau, die Entsorgung und natürlich der Verkehr. Im Juli 2017 wurde er zudem zum Ersten Beigeordneten der Stadt Dülmen berufen. Das sind nicht nur jede Menge Aufgaben, sondern auch viele Stunden konzentrierte Arbeit. Und immer steht der Baudezernent in der Öffentlichkeit. Er darf sich keinen Fehler leisten und wenn doch, steht am nächsten Tag in der Zeitung oder im Internet.

Wer 1994 durch Dülmen ging und es mit 2018 vergleicht, traut seinen Augen nicht. Dülmen hat sich gewaltig verändert. Clemens Leushake war der Manager, der Statege und Visionär. Maßgeblich hat er die städebaulichen Entwicklungen, ob Intergeneratives Zentrum oder Overbergplatz, vorangetrieben und damit Dülmen zu einer lebenswerten Stadt im Münsterland mit geprägt.

Bei der letzten Bürgermeisterwahl trat er gegen Lisa Stremlau an, obwohl ihm sehr klar sein durfte, dass er diese Wahl nicht gewinnen wird. Er hat es für die CDU und für die Stadt Dülmen getan und dabei viel Häme und Prügel eingesteckt. Die Politik ist ein knallhartes Geschäft und es gibt nicht wenige, die nachtragend sind. Einen Einblick in sein Gefühltsleben gibt das Interview in der Dülmener Zeitung.

Clemens Leushake hat sich über viele Jahre für Dülmen eingesetzt. Ein einfaches Danke kann seine Leistung sicher nicht wiedergeben.

Es ist ein Anfang und sein Nachfolger kann sich glücklich schätzen, ein so gut bestelltes Dezernat übernehmen zu können.

Herzlichen Dank Clemens Leushake und alles Gute!



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